Fast jeder hat eine und die meisten von uns nutzen sie regelmäßig: Die Kreditkarte erleichtert den wirtschaftlichen Alltag sehr, weil sie schnelles, sicheres und unkompliziertes Zahlen rund um die Uhr und rund um die Welt ermöglicht. Wer aber kennt die Bedeutung der Kreditkartennummer, weiß, was ein Imprinter ist und was mit Kreditkarten noch so alles geht?
Ohne Kreditkarte ist für viele Menschen der wirtschaftliche Alltag heute nicht mehr vorstellbar. Im Kaufhaus oder Restaurant wird einfach die Plastikkarte gezückt, und schon kann binnen Sekunden bequem gezahlt werden. So alltäglich Visa, Mastercard und Co, sind, so unbekannt sind die Hintergründe vieler technischer Details.
Die Kreditkartennummer beispielsweise sagt eine Menge aus. Die ersten vier Ziffern der insgesamt 16 geben Aufschluss über die Kreditkartengesellschaft. Bei Visa lauten die ersten Ziffern immer „4906“, bei Mastercard „5286“. Die fünfte Ziffer steht für die Art der Kreditkarte. American Express etwa teilt grünen, blauen, goldenen oder schwarzen Kreditkarten jeweils eine eigene Ziffer zu. Anhand der sechsten Ziffer werden für jeden Mitarbeiter der Bank Details zum Geschäftsverhältnis klar: Partnerkarten, Business-Karten oder Zweitkarten erhalten jeweils eigene Ziffern. Die anderen Ziffern auf der Karte sind nichts anderes als die Nummer des Kartenkontos.
Die Daten auf Kreditkarten sind in der Regel nicht einfach aufgedruckt, sondern hochgeprägt. Der Grund dafür ist nicht etwa eine stilistische Nuance, sondern vielmehr eine technische Notwendigkeit: Die berühmten „Ritsch-Ratsch“-Zahlungsterminals benötigen die Hochprägung, um die Kartendaten auf ein Formular zu übertragen, dass dann später vom Händler an die Kreditkartengesellschaft gesandt wird. Diese Geräte werden auch als Imprinter bezeichnet. Sie sorgen bei Besitzern von Prepaid-Kreditkarten (die nicht hochgeprägt sind) immer wieder für Enttäuschung, weil diese an solchen Akzeptanzstellen nicht eingesetzt werden. Der Grund ist der folgende: Imprinter prüfen während eines Bezahlvorgangs nicht das Kartenguthaben bzw. den freien Verfügungsrahmen. Es wird nur geprüft, ob die Karte freigeschaltet ist.
Mit einer Kreditkarte ist mehr möglich als bloß zahlen und Bargeld abheben. Inhaber geschossener Kartensysteme können sich gegenseitig Geld senden – in Echtzeit und ohne Umweg über eine durchleitende Bank. Damit ist es möglich, jemandem der an einem Geldautomaten in den USA steht von Deutschland aus binnen Sekunden verfügbares Guthaben zukommen zu lassen, das dann als Bargeld abgehoben werden kann.
Kreditkarten, die auf Guthabenbasis funktionieren, können heute auf ganz unterschiedlichem Wege aufgeladen werden. Der Umweg über die klassische Banküberweisung ist längst nicht mehr erforderlich. An so genannten Online Charging Points können Prepaid-Kreditkarten gegen Barzahlung in Echtzeit aufgeladen werden Mit anderen Worten: Der Karteninhaber sucht ein Internetcafe oder einen anderen Ort auf, an dem dieses System zur Verfügung steht, legt Bares auf den Tisch und kann Sekunden später mit seiner Karte über das Guthaben verfügen.
In der jüngsten Zeit treten immer mehr Auflademöglichkeiten auf den Markt. Erste Systeme, mit denen sich eine Prepaid-Kreditkarte per SMS aufladen lässt, existieren bereits. Es ist damit zu rechnen, dass in den kommenden Jahren weitere Möglichkeiten zur Verfügung stehen werden. Denkbar ist etwa, dass sich jede X-beliebige Karte über die Telefonrechnung aufladen lässt, indem einfach eine Nummer gewählt und die Kartennummer angegeben wird. Diese Methoden werden jedoch fürs Erste auf überschaubare Geldbeträge beschränkt bleiben. Größere Transaktionen müssen schon allein aufgrund der geltenden Bestimmungen zu Geldwäsche und Terrorismusbekämpfung weiterhin auf dem klassischen Wege abgewickelt werden.